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RT @gerritvanaaken: Nein, ist kein Ersatz für .

Prestige oder Habgier

Was ist denn schlimmer, Prestige oder Habgier? Ich frage mich seit kurzem, was mir mehr zu wider ist.

Der Grund, etwas haben zu wollen, um sich damit zu brüsten, mehr aus sich für die anderen zu machen, will mir schon solange ich mich erinnern kann nicht in den Kopf – noch nicht einmal als ich auch davon befallen war. “Guck’ mal, was ich habe. Ich gehöre jetzt dazu oder bin sogar noch besser als Du.” Das fängt bei den Süßigkeiten in der Pausenbox an, geht über den Fernseher, das Auto, den Anzug bis hin zum Haus, zur Villa, zum Schloss.

Ich muss zugeben, dass ich die Habgier schon eher verstehen kann. “Wow, das ist ja geil. Das muss ich haben.” Dadurch erkennt man in jedem noch einen Schluck Kind, was den einen oder anderen sicherlich sympatischer macht. Ich würde nur gerne wie an mich auch an Euch da draußen appelieren, einen Moment inne zu halten und zu überlegen, was denn mit dem Erwerb des “geilen Teils” gewonnen oder verbessert wäre.

Während ich meine Gedanken ansatzweise sortiert bekomme, schließen sich die beiden Gefühle (? –  oder Ausgeburten des menschlichen Seins) nicht unbedingt aus. Beide sind impulsiv, unüberlegt und ein Versuch der Aufwertung. Wahrscheinlich kann man bei einem habgierigen Menschen auf Introvertiertheit und bei einer von  Prestige geprägten Person auf eine offensive Lebensart schließen, oder ist das dann doch zu viel?

Ich mag beide und damit auch wohl ein Stück von mir selbst nicht. Ich kann mir selbst nicht genug vormachen, mich davon befreit zu haben.