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RT @gerritvanaaken: Nein, ist kein Ersatz für .

Es gibt sie doch

Ein milder Sommertag liegt über dem kleinen Städtchen und dessen Wald. Die Luft ist warm, nicht heiß, und streichelt einem über die Haut und lädt frohlockend zum Bleiben ein. Die Bäume voller Kraft liefern ihren Beitrag dazu, indem sie mich vor den ebenso kraftvollen, heißen Sommerstrahlen schützen.

Ich bin beim Laufen.

Nicht weil ich das muss, nicht um fit zu werden. Ich laufe, um mich zu befreien, besser gesagt, um frei zu sein, oder noch besser gesagt, um mich frei zu fühlen. Diesem Gefühl laufe ich Schritt für Schritt entgegen.

Der Boden unter meinen Füßen fühlt sich federnd an und gibt mir Vertrauen und Antrieb, ähnlich der Musik in meinen Ohren. Andere störte das vielleicht, aber für mich ist sie unabdingbar.

Und während mich meine Füße Schritt für Schritt dem Gefühl entgegen tragen, die Luft meine Lungen mit Stolz erfüllt und der Schweiß mein Gesicht kitzelt fehlt nur noch eines… und plötzlich ist es da.

Ich bleibe plötzlich stehen, drehe mich um und um mich, schaue in die Kronen des Waldes und ein warm vibrierendes Gefühl steigt durch meinen Bauch in meinen Kopf. Ein Grinsen, das stärker ist als jeder Zweifel, als jedes schlechtes Gewissen, breitet sich auf meinem Gesicht aus, das nun nicht nur von Schweiß gekitzelt, sondern auchg von Tränen liebkost wird.
Die Melodie wird von mir nicht mehr gehört. Ich lulle mich in sie ein und schleudere jeglichen Druck von mir und schieße los.Wenn ich den Boden nicht spürte, könnte ich denken, dass ich fliege. Wenn sie bis jetzt doch immer abbestellt wurde, jetzt ist sie da. Dort draußen, hier drin und um mich herum. Dies ist nicht für Euch. Das ist einfach nur für mich. und ich bin völlig bei mir. Ich mag mich.

Ich finde es schön, dass Du mich verstehst.